Ausgangslage

Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein Eckpfeiler der individuellen Lebensgestaltung. Die meisten Menschen wünschen sich eine Wohnumgebung, die ihnen Selbständigkeit und Selbstbestimmung, soziale Kontakte und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht – und auch im hohen Alter, bei Hilfe- und Unterstützungsbedarf, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung die notwendige Versorgung sichert.

Als ein Weg hierzu haben sich in den letzten Jahren verschiedene Ansätze und Formen des gemeinschaftlichen Wohnens herausgebildet. Bürgerinnen und Bürger, aber auch Wohnungsunternehmen, Kommunen und sonstige Träger interessieren sich für diese neuen Wohnformen und äußern zunehmend den Wunsch, aktiv zu werden. Das Bundesfamilienministerium unterstützt diesen Trend mit dem Modellprogramm „Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben“.

Ziel(e) des Modellprogramms

Ziel des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit dem FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung, aufgelegten Modellprogramms ist es, diese innovativen Wohnformen durch beispielgebende gemeinschaftliche Wohnprojekte zu fördern und dabei

  • vielfältige Ideen für das gemeinschaftliche Zusammenleben von Jung und Alt anhand von Praxisbeispielen aus allen 16 Bundesländern zu analysieren
  • die Bedeutung von gemeinschaftlichen Wohnprojekten für die Entwicklung von Quartieren oder Dörfern und als Baustein für eine generationengerechte und inklusive Kommune darzustellen
  • Lösungsansätze für sozial gemischte und partizipative Wohnformen zu entwickeln
  • Prozesse nachzuzeichnen, wie gemeinschaftliche Wohnprojekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten umgesetzt werden können
  • Konzepte aufzuzeigen, wie sich die Erfahrungen und Erkenntnisse aus diesen Projekten auf andere Initiativen nachhaltig übertragen lassen.

Bausteine des Modellprogramms

Das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung begleitet als Geschäftsstelle das Modellprogramm des Bundesfamilienministeriums. Dabei werden die Ziele des Programms in vier Arbeitsbausteinen umgesetzt:

  • Begleitung, Beratung und Vernetzung der Modellprojekte bei der Umsetzung ihres Vorhabens
  • Informationen zu den Modellprojekten und zu laufenden Ergebnissen aus dem Modellprogramm
  • Analyse und Auswertung von Schritten zur erfolgreichen Umsetzung der Modellprojekte
  • Dokumentation zentraler Ergebnisse aus dem Modellprogramm und Transfer von Wissen hierüber an Fachexpertinnen und –experten und Interessierte.